Rezepte für die Zeit während und nach der Geburt

Gebären kostet Kraft und Energie. Hier finden Sie eine Sammlung von Rezepten für wohltuende Gerichte. Vieles davon lässt sich prima vorkochen und einfrieren.

Chinesische Hühnersuppe

In China ist es üblich, einer Frau nach der Geburt als erstes Getränk Hühnersuppe zu reichen. Hühnersuppe füllt das Ying der Nieren wieder auf, verstärkt die Freude über das Kind und beugt den Folgen der Erschöpfung vor. Die Zutaten:

  • ein frisches Suppenhuhn
  • eine Ingwerwurzel
  • Karotten
  • Sellerie
  • Lauch
  • Zwiebeln
  • Petersilienwurzel
  • ein Bund Petersilie
  • KEINE Gewürze

Diese Zutaten in 5 Liter Wasser 3-4 Stunden kochen lassen, danach für eine weitere Stunde chinesische Kräuter mitkochen lassen:

  • 30 g  Astragalus Radix
  •  6 g  Angelica Sinensis Rd.
  • 10 g  Lycium-Fructus
  • 10 g  Ziziphus-Jujuba Fructus
  • 10 g  Rhemannia-Praep. Radix

(Die Kräuter erhalten Sie beispielsweise in der Asam-Apotheke, Sendlinger Straße 37, 80331 München, Tel.: 089 - 26 30 90.)

Nach der Kochzeit: Suppe abseihen, kühl stellen. Ab der Geburt können Sie einige Wochen lang 2-3 Tassen täglich davon trinken. Auch während der Stillzeit empfiehlt es sich, alle 14 Tage eine Brühe aus Huhn oder Rindfleisch zu bereiten. Sie können davon über 3-4 Tage täglich 2-3 Tassen trinken.

 

 

Bayrische Hühnersuppe

  • 1 Suppenhuhn
  • 2 l Wasser 
  • Salz
  • Wurzelgemüse (Sellerie, Karotten, Fenchel,  
  • Petersilienwurzel, Zwiebel, Knoblauch)
  • Gewürze (falls zur Hand): Bertram, Muskat, Galant, Quendel, Pfeffer
  • Suppeneinlage (falls gewünscht): Dinkelkörner, Dinkelgries(nockerl), Leberspätzle, Dinkelflädle
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    Das Suppenhuhn enthäuten und unter kaltem Wasser gut waschen. Mit kaltem Salzwasser bedeckt aufsetzen, aufkochen lassen und 1 Stunde ganz leicht köcheln lassen. Das geputzte und klein geschnittene Gemüse, die Kräuter und Gewürze dazugeben. So lange weiterkochen, bis das Huhn weich ist. Mit dem Messer in die Keule stechen; es muss leicht eindringen und klare Flüssigkeit austreten (kein Blut) ca. nach einer weiteren Stunde. Das Fleisch als Frikassee verwenden oder etwas davon in die Suppe scheiden. Als Bouillon mit diversen Suppeneinlagen in Tasse servieren. Das Fett vorher abschöpfen.

     

     

    Vegetarische Kraftbrühe

    Sie brauchen: Karotten, Sellerie, Lauch, ein Bund Petersilie, evtl. einige Stangen Spargel

    Gemüse in 3-4 Liter Wasser drei Stunden kochen, dann abseihen. (Die lange Kochzeit ist wichtig!)

    Täglich 1-1,5 Liter Brühe trinken.

    Die vegetarische Brühe erreicht jedoch nicht dieselbe Wirkung wie die Hühner­suppe

     

     

    Energiebällchen

    • 400 g Haferflocken 
    • 4 EL Sonnenblumenkerne, zerkleinert 

    • 50 g Sesamkörner, leicht geröstet 

    • 10 g Zuckerrübensirup 

    • 300 ml Milch 

    • 100 g Rosinen

    Zubereitung: Praktisch und gesund für den kleinen Hunger zwischendurch. Alle Zutaten mischen und kleine Bällchen formen. Ca. 2 Stunden durchziehen lassen. Die Energiebällchen halten sich im Kühlschrank 4 Tage lang.

    Stillkugeln

    • 1 Tasse feines Gerstenmehl
    • 1 Tasse fein gemahlene Mandeln
    • 1 Tasse grob gehackte Sonnenblumenkerne
    • 1 Prise gemahlener Anis
    • 1/2 Tasse Honig
    • 50 g kalte Butterstückchen
    • 1/2 Tasse Kokosflocken oder gerösteter Sesam

    Zubereitung: Das Mehl in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis es leicht gebräunt ist. Das gebräunte Mehl mit den Mandeln, den Sonnenblumenkernen, dem Anis und dem Honig in einer Schüssel vermischen. Anschließend die Butterstückchen hinzugeben und alles gut miteinander verkneten. Kleine Kugeln daraus formen und diese dann in Kokosflocken oder in Sesam wälzen.

    Stillkugeln II

    • 250 g Weizen
    • 150 g Gerste
    • 100 g Hafer
    • eine Handvoll gehackte Cashewnüsse
    • 150 g Butter
    • 150 g brauner Zucker

    Zubereitung: Mahlen Sie das Getreide fein oder lassen Sie es besser gleich im Laden frisch mahlen. Rösten Sie das Mehl mit den Cashew­nüssen in einer Pfanne an, bis es leicht braun wird und stark duftet. Geben Sie jetzt die Butter dazu und rühren Sie weiter, bis sie ganz geschmolzen ist. Fügen Sie den Zucker dazu und nehmen Sie nach 10-15 Sekunden die Pfanne vom Herd. Um die Kugeln gut formen zu können, geben Sie 2-3 Esslöffel Wasser dazu. Formen Sie die Masse, solange sie noch warm ist. Die Kugeln sollten einen Durchmesser von ca. 3 cm haben. Bewahren Sie die ­neten Kugeln in einer Keksbüchse auf.

    Variante: Fügen Sie der Teigmasse am Schluss eingeweichtes oder klein gehacktes Trockenobst, z.B. Rosinen, Aprikosen, bei. Wälzen Sie die fertigen Kugeln in Kokosflocken. 

    Ernährung in der Stillzeit

    Sobald Sie stillen, ist eine ausgewogene und reichhaltige Nahrung wichtig für Sie selbst und das Gedeihen Ihres Kindes.

    Denken Sie jetzt nicht ans Abnehmen. Das sollte, wenn überhaupt, erst nach der Stillzeit ein Thema sein. Sie empfinden jetzt vielleicht noch mehr Hunger als während der Schwangerschaft. Ihr Körper benötigt die Energiezufuhr, damit er gehaltvolle und nahrhafte Milch bilden kann.

    Haben Sie und Ihr Partner erst abends Zeit zum Kochen, dann bereiten Sie so viel zu, dass etwas für das nächste Mittagessen übrig bleibt.

    Während des Wochenbettes sind Fleischsuppen, v.a. Hühnersuppen eine kräftigende Nahrung. Zwischen den Mahlzeiten sind Nüsse, Trockenfrüchte, Müsliriegel oder Stillkugeln empfehlenswert.

    Denken Sie daran, genug zu trinken, etwa 2-3 Liter täglich.

    Es gibt keinen Grund, den Speiseplan vorzeitig einzuschränken. Sie können davon ausgehen, dass Ihr Kind nicht mit körperlichen Symptomen auf Speisen reagiert, die Sie gewohnt sind.

    Nur in den ersten Tagen ist es sinnvoll, Speisen zu meiden, die stark blähend wirken (u.a. Knoblauch, Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte). Zitrusfrüchte können einen wunden Babypo verursachen.

    Säuglinge verdauen „aktiv". Das bedeutet, sie üben Druck auf den Darm aus, indem sie die Beine zum Bauch ziehen. Manche Babys regen ihre Verdauung auch an, indem sie Pressgeräusche machen oder einfach schreien.