Wochenbett

Haben Sie schon Kontakt zu einer Hebamme aufgenommen, die Sie nach der Geburt zu Hause betreut? 

Ihr Kind ist geboren und für Sie beginnt jetzt eine Zeit völlig neuer Erfahrungen. Sie entdecken Energien und Fähigkeiten, die Ihnen bislang verborgen waren, die Sie vielleicht auch erschrecken. So unterschiedlich die Menschen sind, so verschieden sind die Wege, um sich in der neuen Situation einzurichten.

Medizinisch gesehen ist das Wochenbett die Zeit, die der Körper benötigt, um sich wieder auf den nicht schwangeren Zustand einzustellen, Veränderungen durch die Schwangerschaft zurückzubilden und die Folgen der Geburt zu verarbeiten.

In den meisten Kulturen wird ein Zeitraum von etwa sechs Wochen angenommen, in dem die Mutter schutzbedürftig ist und sich hauptsächlich mit sich und ihrem Baby beschäftigt.

Vermutlich sind Sie in den ersten Wochen nach der Geburt müde – aber glücklich. Sie haben die Strapazen der Geburt hinter sich gebracht, und Ihr Partner ist ein hingebungsvoller Papa.

Manchmal allerdings ist es ganz anders: Vielleicht war die Geburt nicht so, wie Sie es sich erträumt haben und jetzt schreit Ihr Baby auch noch sehr viel oder andere Probleme scheinen im Moment schwer lösbar. Gefühlsschwankungen sind völlig normal im Wochenbett. Sie entstehen unter anderem durch die hormonelle Umstellung.

Ihre Hebamme unterstützt Sie in diesen Wochen, anfangs täglich, später in größeren Abständen. Sie können sich mit allen Fragen und Problemen an sie wenden, zum Beispiel zum Stillen, zur Wundheilung (nach Dammriss oder Kaiserschnitt), zu "Babyblues", Regeneration oder körperlichen Beschwerden.