Hausgeburt
Eine Hausgeburtshebamme begleitet durch die Geburt in der entspannten und vertrauten Atmosphäre der eigenen Wohnräume. Umgeben von wenigen vertrauten Menschen fällt das Gebären leichter.



Hebammengeleitete Geburt
Eine erfahrene Hebamme begleitet durch die gesunde Schwangerschaft und hilft unter der problemlosen Geburt von Anfang bis zum guten Ende. Erst bei ernsten Komplikationen wird in eine Klinik verlegt.



Hebammenbetreuung
Beginnt vom ersten Tag der Schwangerschaft an, beinhaltet Beratungen zu unterschiedlichen Themen, Hilfe bei Beschwerden (siehe Leistungsspektrum der HPM), Begleitung bei Trauerprozessen(z.B. nach Fehlgeburten), Vorsorgen, Geburtshilfe, Hilfe im Wochenbett uvm.



Pränatale Diagnostik

Eine Frau ist schwanger geworden. Wird das Kind gesund sein? Neben der Freude taucht diese Frage ganz schnell auf. Es scheint naheliegend, zur Klärung dieser Fragen die Möglichkeiten pränataler Diagnostik zu nutzen. Zu den Verfahren der pränatalen (vor­geburtlichen) Diagnostik gehören: Ultraschall, Amniozentese (Fruchtbla­senpunktion), Chorionzottenbiopsie (Zellentnahme aus der Haut der Keim­blase) und verschiedene Bluttests.

Dazu sollten Sie Folgendes wissen: 96 % der Kinder werden gesund geboren. 3-4 % aller Neugeborenen kommen mit einer Behinderung zur Welt. 1,5 % davon sind genetisch be­dingt. Etwa 25-30 % der angeborenen Behinderungen können vorgeburtlich erkannt werden. Nur sehr wenige Frauen entscheiden sich bewusst und ausreichend infor­miert für oder gegen eine vorgeburtli­che Untersuchung ihres Kindes. Wohl kaum jemand rechnet damit, dass die gewünschte Nachricht, das Kind sei gesund, nicht eintreffen könnte. Mit der Frage, trage ich ein krankes oder behindertes Kind aus oder nicht, haben sich die wenigsten  Frauen oder Paare vorher beschäftigt und fühlen sich dann völlig überfordert.

Sie müssen auch wissen: Pränatalmedizin kann vieles erkennen - aber wenig heilen. Wenn Sie Ihr Kind aufgrund einer ent­sprechenden Diagnose nicht austragen wollen, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung und suchen Sie sich Beratung und Begleitung. Hebammen betreuen Sie auch nach einer abgebro­chenen Schwangerschaft.

Die Entscheidung, ob Sie pränatale Untersuchungen in Anspruch nehmen wollen, liegt bei Ihnen. Selbst die drei Ultraschalluntersuchungen, die im Rah men der Schwangerenvorsorge  von den Krankenkassen bezahlt werden, sind nicht verpflichtend. Es ist wichtig, sich schon vor den Tests mit der Frage zu beschäftigen, was ein unerwartetes Ergebnis bedeuten könnte. Die Möglichkeit zur vorgeburtlichen Beratung bieten Schwangerenberatungs stellen unterschiedlicher Träger sowie Geburtshäuser und Frauengesundheitszentren an. Eine Behinderung oder Krankheit muss kein Grund sein für einen Schwangerschaftsabbruch. Auch behinderte oder kranke Kinder können glückliche Menschen sein.

Kontaktadressen

„Pränatale Diagnostik"

Beratungsstelle für natürliche

Geburt und Eltern-Sein e.V.

Häberlstraße 17

80337 München

Tel.: 089/55 06 78 14

Fax: 089/55 06 78 78

 

 

 

 



Wehenarbeit

Wehen sind die Geburtskräfte, ohne sie wird auf normalem Wege kein Kind geboren. Der Geburtsschmerz ist eine Folge von Anstrengung der Muskulatur und Dehnung des Gewebes. Geburt ist Grenzerfahrung und Wende­punkt, Abschied von dem, was vorher war. Der Körper einer Gebärenden schüttet körpereigene Schmerzmittel aus, die so genannten Endorphine. Sie sind auch entscheidend für das Gelingen der Mutter-Kind-Bindung. In der Geburtsvorbereitung geben wir Ihnen das Handwerkszeug, das Ihnen hilft, mit den Wehen besser umzuge­hen. Wir sprechen auch über medikamentö­se Schmerzlinderung. Ihre Wirkweise und Nebenwirkungen, auch auf das Kind, sind ebenso unser Thema, wie die Frage, wann ihr Einsatz sinnvoll sein kann.